Schäufele im Brotteig

Hauptgericht für 4 Personen vom Pfälzer Kochbuchautor Matthias Mangold

Schäufele im Brotteig

Matthias Mangold über diese schwäbische Spezialität: "Mit Schäufele bezeichnet der Schwabe die gepökelte und geräucherte Schweineschulter. Man kann es kochen, doch im Brotteig macht’s besonders viel her."

© 2011 Michael Schinharl
Vorbereitungszeit: 30 Minuten
Zubereitungszeit: 1 Stunde, 20 Minuten
Level: chef de partie
Zubereitungsart: sequentiell

Zutaten

Schäufele im Brotteig
1
Bund
Suppengemüse, gemischt
z.B. klein geschnittenen Knollensellerie, Stangensellerie, Karotten, Petersilienwurzeln, Lauchstangen
Suppengemüse, gemischt
1
Stück
Zwiebel
3
Stück
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Nelken
Nelken
Einkausftipp Nelken
2
Liter
Wasser
etwas
Salz
Profitipp: Bevorzugt Meersalz einsetzen, das schmeckt sogar beim Nudelkochwasser besser:

Hier ist kein Fleur de Sel gemeint, sondern preiswertes, feines Meersalz ohne künstliche Zusätze. Dieses unraffinierte Atlantik Meersalz ist reich an Mineralstoffen und Spurenelementen. Atlantik Meersalz ist unraffiniert, ohne Rieselhilfe oder Zusatzstoffe, ideal zum Kochen und Würzen. Das Meersalz stammt aus einem Naturschutzgebiet in der Bretagne, Frankreich. Hier wird heute noch das Salz gewonnen wie vor 1000 Jahren.
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Salz
Salz
Einkausftipp Salz
1
TL
Pfefferkörner
4
Stück
Pimentkörner
Auch Nelkenpfeffer oder Allerleigewürz genannt.

Aroma/Geschmack: Gewürznelken mit einer Prise Zimt und Muskat, leicht scharf und pfefferartig

Verwendung: Piment wird vor allem für Süßspeisen und Gebäck rund um die Weihnachtszeit gebraucht. Es ist in der karibischen Küche ein sehr gefragtes und vielseitiges Gewürz, wird aber in Europa eher sparsam und zurückhaltend angewandt. Neben den Süßwaren wird es eigentlich nur noch bei der Wurstherstellung genutzt, bei der es für ein interessantes und ausdifferenziertes Aroma sorgt. Geschmacklich erinnert es an Gewürznelken mit einer Prise Muskat und Zimt. Darüber hinaus weist es eine angenehme, aber milde Schärfe auf, die leicht an Pfeffer erinnert und neben der optischen Ähnlichkeit für die Namensgebung verantwortlich gemacht wurde. Außer den Beeren in der Küche wird noch das aus Früchten und Blättern extrahierte Öl verwendet, das in der Lebensmittelchemie und in Kosmetikprodukten zum Einsatz kommt.

Zutaten: Piment*
*= aus kontrolliert biologischem Anbau

Verpackungsart: Beutel
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Pimentkörner
Pimentkörner
Einkausftipp Pimentkörner
2
Stück
Lorbeerblätter
Lorbeer ist ein dominierendes Gewürz, daher verwendet man nur wenige Blätter. Da das Aroma nur langsam auf die Speisen übergeht, werden die Blätter mitgekocht. Verwenden Sie Lorbeer zu Fleisch- und Wildgerichten Ragout, Fisch, Saucen, Suppen, Sauerkraut, Pilzen und Beizen.
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Lorbeerblätter
Lorbeerblätter
Einkausftipp Lorbeerblätter
5
Zweige
Thymian, frisch
1,5
kg
Schäufele
Schlossbein (Schulter-Stück) vom Schwein in speziellem fränkischen Zuschnitt. Der beste Schweinebraten der Welt. Ca. 750g/Stück
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Schäufele
Schäufele
2
EL
Gartenkräuter
(Thymian, Petersilie, Oregano ...)
Gartenkräuter
2
EL
Dijonsenf
DIJON SENF - die klassische Variante: scharfer Senf zum Würzen von Fleisch, Marinaden oder Vinaigrettes. Aus der französischen Senfmanufaktur Fallot in Beaune (seit 1840)."
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Dijonsenf
Dijonsenf
Einkausftipp Dijonsenf
1
kg
Bauernbrotteig vom Bäcker
etwas
Mehl
250
g
Bratwurstbrät

Wein-Tipp

Franz Keller Spätburgunder Selection

Jahrgang: 2008
Region: Deutschland - Baden
Rebsorte: Spätburgunder
Geschmack: leicht fruchtig elegant
trinkreif ab sofort
lagerfähig bis: 2019
Trinktemperatur: 14-19 °C
Alkoholgehalt: 13 % vol.

2010 wertete der Eichelmann Weinführer die Weine von Franz Keller als "Die beste Rotweinkollektion des Jahres!" So begeistert auch dieser Spätburgunder Selection als ein reiner Spätburgunderausbau, mit leichter Frucht nach Kirsch und Brombeer. Die Gerbstoffe sind harmonisch eingebundenen und mit seinen eleganten Taninen eignet sich sehr gut für Fleisch und Wildgerichte.



Gault Millau: 2011: 89 Punkte für 2008

Dieses Rezept stammt aus:

Matthias Mangold:
"Die schwäbische Küche: Regionale Spezialitäten"
Franckh-Kosmos-Verlag, Stuttgart
Erscheinungsjahr: 2011
144 Seiten
70 Rezepte
14,95 EURO
ISBN: 978-3-440-12587-8

Zubereitung

Das Suppengemüse putzen und grob zerkleinern. Die Zwiebel häuten und mit den Nelken spicken. In einem großen Topf das Wasser aufsetzen und mit dem Gemüse, den Gewürzkörnern, Lorbeer und Thymian zum Kochen bringen. Das Schäufele einlegen und 30 Minuten zugedeckt ziehen lassen – nicht brodelnd kochen. Herausheben und auf Küchenpapier abtropfen lassen und etwas abkühlen lassen. Inzwischen die Kräuter hacken und mit dem Senf vermischen. Damit das Schäufele von allen Seiten bestreichen.

 

Backofen auf 220 °C (Umluft 210 °C) vorheizen.

 

Den Brotteig auf einer bemehlten Arbeitsplatte viereckig so groß ausrollen, dass er um das Schäufele geschlossen werden kann. In der Mitte einen Teil des Bräts ausstreichen und darauf das Schäufele platzieren. Den Rest des Bräts auf dem Schäufele verstreichen. Den Teig nun um das Fleisch klappen, so dass der Laib geschlossen ist. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen und auf der untersten Schiene in ca. 50 Minuten fertig backen.

 

TIPP: selbstgemachter Teig

Sollten Sie keinen hilfsbereiten Bäcker zur Hand haben, steht Ihnen als Alternative Fertigteig aus dem Supermarkt zur Verfügung. Oder Sie stellen den Teig selbst her. Dafür 1 Würfel Hefe in etwas warmem Wasser auflösen und mit 500 g Weizen- und 500 g Roggenmehl sowie Salz und ½ l lauwarmem Wasser zu einem Teig verkneten, der sich gut vom Schüsselrand löst. Danach an einem warmen Ort zugedeckt 1 Stunde ruhen lassen.

 

Beim Ausrollen des Teigs darauf achten, dass der Boden nicht zu dünn wird, sonst drückt das Schäufele durch. Machen Sie nach dem Backen die Klopfprobe: hört es sich hohl an, ist der Teig auch innen durchgebacken.

Chef de Cuisine

Matthias Mangold

Matthias Mangold

Matthias Mangold

Matthias F. Mangold ist Jahrgang 1962, geborener Franke, angelernter Schwabe, gefühlter Kalifornier und hat, nach Münchner Zwischenjahren, seine Genussheimat in der Pfalz gefunden. Der Journalist, studierter Philosoph und Historiker, gründete 2003 sein Unternehmen genusstur und veranstaltet Weinseminare, Kochkurse, Weintouren und Firmenincentives. All dies in seinem 300 Jahre alten Anwesen im beschaulichen Venningen. Die Leidenschaft für gutes Essen und Wein begleitet ihn seit seiner Jugend. Er hat in den letzten Jahren mehrere Weinführer und Kochbücher veröffentlicht, verantwortet die Pfalz beim Gault Millau WeinGuide und steht für eine bodenständige, nachkochbare, aber überraschende Küche.

 

Genusstour

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Hinweis: Die hier empfohlenen Zutaten aus den Kochmonster-Partnershops wurden von der Kochmonster-Redaktion ausgewählt und sind keine Empfehlungen von Matthias F. Mangold, der natürlich seine eigenen Einkaufsquellen besitzt. Matthias F. Mangold steht in keinerlei werbendem oder empfehlendem Zusammenhang mit den auf dieser Seite vorgestellten Produkten, Zutaten oder Weinen.

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