Kochmonster — hier kocht der Mann!

Einfach kochen Thai

Jody Vassallo

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Verlag: AT Verlag, Baden und München

Erscheinungsjahr: 2009

Auflage: 80

Seiten: 160

Preis: 17,90

ISBN: 978-3-03800-433-2

Rezensent: Suzie Cue

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Rezeptgenauigkeit: ★★★★★★

Originalität:

Nachkochbarkeit: ★★★★★★

Gesamt: ★★★★★

Die gebürtige Australierin Jody Vassallo hat mit ihrer erfolgreichen Landsmännin Donna Hay zusammengearbeitet und mit dem (in gleicher Ausstattung ebenfalls beim Schweizer AT Verlag erschienenen) Kochbuch „Salz & Pfeffer“ ein ungewöhnliches Kochkonzept umgesetzt.

Ihr aktuelles Kochbuch „Einfach kochen Thai“ (Originaltitel: „Basic Thai“) ist genau das: Ein Basiskurs für thailändische Küche aus australischem, will sagen: thai-affinem, Blickwinkel. Mit David Thompsons Jahrhundertwerk „Thai Food“ ist es nicht zu vergleichen, aber besser als viele Einsteigerbücher in die asiatische Küche ist es allemal.

Selbst gemachte Currypasten, Suppen und Vorspeisen, Gemüse, Fleisch, Geflügel, Fisch und ein paar Desserts, begleitet von kurzen warenkundlichen Einführungen und präzisen Hinweisen zu Zubereitungszeit und Gardauer: Was will man mehr wissen, wenn man von Thai-Food noch keine Ahnung hat?

Die wichtigen Klassiker sind versammelt. Die Chilikonfitüre nam prik pao, Frühlingsrollen, Schweinefleisch in Karamellsauce, das Pfannengemüse _pad siewe, _der scharfe Salat mit gegrilltem Rindfleisch, das Hähnchengericht pad thai und die zwei berühmten Suppen tom kha gai und _tom yam gong. _Die Rezepte sind fix, die Mengenagaben übersichtlich, die Zubereitung nachvollziehbar, wenn man kochtechnisch nicht gerade bei Null anfängt. Die Zutaten gibt es in gut sortierten Asia-Supermärkten. Schön, dass auch Tofu nicht ganz stiefmütterlich wegkommt.

Dass Jody Vassallo viel vom Kochen versteht, lässt sich an kleinen Dingen feststellen, beispielsweise einer korrekt aufgeschnittenen Limette. Diese wird auf Grund ihrer Faserstruktur nicht halbiert wie eine Zitrone und schon mal gar nicht gerollt wie auf der Theke eines unterbelichteten bizeptierten Barkeepers, sondern längs gedrittelt, denn so fließt ihr Saft in Strömen.

Rechteckig, praktisch, endenwollend. Neugier auf die tieferen Geheimnisse der Thai- Küche weckt das Buch nicht. Appetit schon, dank der frisch-fröhlichen Foodfotos von Deirdre Rooney, die sich auch als Stylistin sehen lassen kann und im Zweitberuf Gärten fotografiert.

Fazit: Selten passte ein Titel so gut – ein hervorragender Einstieg in die Thai-Küche.

Übersetzung: Gabriele Gugetzer

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