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Kochmonster

Liebe Hausfrauen!
Das Kochmonster verbeugt sich tief vor der Leistung unserer Mütter, Großmütter und Hausfrauen, die seit Jahrhunderten am heimischen Herd wahre Großtaten zur Sättigung ihrer Familien vollbringen.

 

Wenn wir Euch trotzdem hier nicht so gern dabei haben wollen, liegt das deshalb nicht an Euch selbst.

 

Keiner von uns Kochmonstern könnte sich so ernsthaft, so ambitioniert, so kreativ, so fundiert und so niveauvoll mit der Zubereitung von Speisen beschäftigen, wenn er zugleich einen Haushalt führen, eine Familie organisieren und Tag für Tag etliche hungrige Mäuler stopfen müsste.

 

Wenn Ihr, liebe Hausfrauen, also auf der Suche seid nach einem schnellen Rezept für Käsekuchen oder Würstchenauflauf, nach Anti-Aging-Gemüsen, Zero-Carb-Frigittediäten oder einfach nur die Kalorien von "Sommerliche Blattsalate ohne Putenbruststreifen" nachzählen wollt – ihr werdet das hier nicht finden. Geht bitte zügig weiter und trefft Euch auf den Küchenchefperfektesdinnerlisabackenseiten mit Euren Freundinnen.

 

Was haben Sie gerade gesagt? Sie wollen wirklich den Unterschied lernen zwischen Deglacieren, Degraissieren und Degorgieren? Sie wollen sich allen Ernstes drei Stunden in die Küche stellen, nur um eine kleine Variation von der Wildwassergarnele als Vorspeise für Ihre Freunde auf die Teller zu malen? Sie suchen tatsächlich keinen knatschgelben Plastikkochlöffel mit Quietscheentchenkopf, sondern eine perfekt wärmeleitende Stielsauteuse?

 

Herzlich willkommen, Schwester im Geiste – bitte melden Sie sich an, beim Kochmonster, jetzt gleich, hier rechts oben!

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04.02.2012   Sie befinden sich hier: kochwissen / länderkunde / Spanien / Katalonien / 

 
Katalonien

foto: Werner Lang

Versuchslabor

„Die Küche eines Landes ist seine Landschaft, in einen Kochtopf gesteckt“, schrieb Josep Pla (1897–1981), einer der größten katalanischen Schriftsteller, Gourmet und Reisender, der sich in seinen Berichten folgerichtig auch immer mit der Gastronomie der besuchten Regionen befasste.

 

Josep Pla

Im Vergleich mit anderen Küchen Europas schnitt die spanische bei ihm nicht sonderlich gut ab – was sicher auch mit den Bürgerkriegsjahren zusammenhing –, trotzdem lag ihm die Gastronomie seines Landes am Herzen, besonders die seiner Heimat Katalonien und dort speziell der Empordà an der Costa Brava, wo er seine Kindheit verbrachte. Einer einzigartigen Landschaft mit einer ebenso einzigartigen Esskultur, die „mar y montaña“, Meer und Berge, umfasst. Pla kam es auf den einfachen, reinen, auf der Qualität der Zutaten beruhenden natürlichen Geschmack an, auf die traditionellen Zubereitungsarten, auf die Muße beim Essen – womit er ganz auf der Linie der „Dieta mediterránia“ lag und sich heute vermutlich Slow Food angeschlossen hätte.

 

 

————————————————————————————————————————— Stilvolle Hotels in Katalonien findet man bei Spanien mit Flair. —————————————————————————————————————————  

 


Die katalanische Küche ist derzeit wohl die avantgardistischste der Welt und lebt doch von ihrer Vergangenheit. Noch immer reflektiert sie das Mittelalter, die Einflüsse fremder Herrscher, denen das Land jahrhundertelang unterworfen war. Brachten die Römer Wein, Oliven und Brot, ist den maurischen Besatzern eher Exotisches wie Safran, Orangen, Datteln, Trauben, Mandeln und vor allem die Kombination mit Süßem, Lieblichem zu verdanken.

 

kulinarischer Reichtum

Vom kulinarischen Reichtum Kataloniens im späten Mittelalter zeugt das 1324 erschienene Kochbuch „Sent Soví“ mit 220 Rezepten, das, in Catalán geschrieben, nicht nur von der katalanischen, sondern auch den Küchen des gesamten Mittelmeerraums berichtet. Das Original wird in der Historischen Bibliothek der Universität von Valencia aufbewahrt.

 

Eine spätere Publikation: das „Llibre del Coch“ des Mestre Robert, der Koch von Ferdinand I. von Aragón, König von Neapel, war, geriet gar zum Beststeller. Das Werk hatte solchen Erfolg, dass es, ursprünglich 1520 in Barcelona auf Katalanisch herausgegeben, schon bald ins Castellano übersetzt wurde und damit das erste Kochbuch Spaniens darstellte.

 

Das „Llibre del Coch“ zählte zu den repräsentativsten Rezeptsammlungen Europas der damaligen Zeit. Neben aufgearbeiteten Auszügen des Sent Soví enthielt es auch schon etwas typisch Katalanisches: den Gebrauch der picada. Diese traditionelle, noch heute populäre, im Mörser hergestellte Mischung aus  Knoblauch, Kräutern, Gewürzen wie Safran oder Paprika, Nüssen, Brot und mehr dient nicht nur zum Binden von allerlei Schmorgerichten, ob Fisch oder Fleisch, sondern auch als Sauce schlechthin und gibt den Gerichten zusätzlich Pfiff.

 

Vielschichtigkeit

Die Küche Kataloniens ist vielschichtig. In ländlichen Gebieten wird noch mit Schweineschmalz gekocht, an der Küste herrscht die charakteristische Mittelmeerernährung mit Olivenöl vor. Dazu kommt der Einfluss der leichten Küche der Provence ebenso wie die barocken, oft überraschenden Gerichte des Landes Valencia und die handfesten aus dem Landesinneren an der Grenze zu Aragón. Und all dies zusammen macht in etwa den täglichen Speisezettel in Barcelona aus.
Populär ist die Cocina de mercado, bestehend aus Gerichten, die sich nach den Angeboten auf dem Markt richten – natürlich entsprechend der Jahreszeit.


Die Markthalle von Barcelona, die Boquería, an der Rambla gelegen, bietet dafür eine Fülle an frischem Obst, Gemüse und fangfrischem Fisch und macht die Wahl zur Qual. In Barcelona ist alles zu finden, die Stadt berühmt für ihre zahlreichen Bars und Restaurants: Das Spektrum reicht von mit Sternen hoch dekorierter über traditionelle bis zu maritimer und internationaler Küche.

 

Lleida oder in Castellano Lérida ist die einzige der vier Provinzen Kataloniens, die nicht ans Meer grenzt, sondern zum großen Teil an Aragón und die Pyrenäen.  Die Region steht für Olivenöl mit D.O. aus Les Garrigues, hergestellt aus der besonders geschätzten Sorte Arbequina. Die Küche ist natürlich und verwendet beste Zutaten: von den Würsten aus den Berggebieten bis zum Obst aus dem südlichen Teil der Provinz – aber vor allem beliebt sind Schnecken. Auf den Tisch kommen außerdem deftige Eintöpfe, Wildschwein, Hase und Kaninchen, und das in allen möglichen Zubereitungsarten.

 

Schätze

Die Provinz zwischen Mittelmeer und Costa Brava ist ein wahres Juwel auf von Griechen und Römern geprägtem Boden. Hier geht es um mar y montaña, Schätze aus Meer und Bergen, die eine der reichsten und vielseitigsten Küchen der Comunitat Catalunya ergeben.


Huhn mit Cigalas (Scampi); Suquet de peix, der populäre Fischeintopf mit Kartoffeln; Languste mit Schnecken; gefüllte Calamares; Ente mit Birnen; der schwarze Reis mit Meeresfrüchten oder die ausgezeichneten Gambas von Palamós sind nur ein paar Beispiele für die reiche Küche Gironas, die man als natürlich, traditionell, kreativ, schlicht einfach genial bezeichnen kann.

 

Das mediterrane Tarragona grenzt an Valencia und hat kulinarisch gesehen viel gemeinsam mit der Nachbarregion. Schließlich liegt dort das fruchtbare Ebro-Delta – ein wahres Paradies, wo ebenfalls Reis angebaut wird wie im valencianischen Feuchtgebiet Albufera.  

 

Doch beileibe nicht mit seinen Bräuchen. Oder hat man an der Costa Blanca schon mal eine dieser verrückten, aus bis zu neun Etagen bestehenden Menschenburgen gesehen? Oder Männer mit umgebundenen Lätzchen, die sich im Januar zu einer Calçotada zusammenfinden?

 

Calçots sind eine spezielle Zwiebelart, die aber keine Knolle bildet, sondern so kultiviert wird, dass sie schlank wie eine Lauchstange bleibt. In Bündeln röstet man die Zwiebeln über Holzfeuer, bis sie richtig schwarz sind. Die verbrannte äußere Haut wird abgezogen, das zarte weiße Innere in die typisch katalanische Romescu-Sauce getunkt. Anschließend schiebt man sich die Stange von oben wie einen Spargel in den Mund.                                                  Claudia Mussotter

 

 

Rezept-Tipp: Suquet de peix mit Seeteufel


  plat du jour
koch der woche

Achim Schwekendiek

Achim Schwekendiek hat mit seinem innovativen feinen Küchestil und seiner seine exakt austarierten „Haute cuisine á la française mit mediterranen Zwischentönen" im Gourmet-Restaurant des Schlosshotel Münchhausen – eines der zauberhaftesten Reneissance-Schlösschen Deutschlands – Akzente gesetzt und wurde dafür 2005 mit einem Michelin-Stern prämiert.Außerdem hat er das definitive Linsenkochbuch (aktuell auch offizielles "Kochbuch des Monats" Februar 2012) geschrieben.

 

Kochmonster besuchte Achim Schwekendiek in seiner Küche im Schlosshotel Münchhausen in der Nähe von Hameln und produzierte sechs exclusive, nachkochbare Highend-Rezepte mit ihm, die nun nacheinander hier veröffentlicht werden. Ebenfalls exklusiv auf Kochmonster: Zu vielen dieser sehr anspruchsvollen Rezepten gibt es sogar Step-Fotos, mit denen man dem Sternekoch ganz genau auf die Finger sehen kann. Es geht weiter mit Schwekendieks Interpretation des k&k-Klassikers Schmorsteak Esterhàzy | Rinderfilet | Gemüsejulienne | Bratkartoffel



bier der woche

BraufactuM Indra

Indra aus der BraufactuM Kollektion vereinigt das typische Aroma von Banane und Nelken eines Weizenbieres mit dem hopfengeprägten Charakter eines IPAs. Als Hopfen wurde der amerikanische "Cascade" verwendet. Kaum ein anderer Hopfen ist in der Lage, ein so perfektes Gegengewicht zu dem intensiven Weizenaroma zu bilden. Weiterlesen...



das jüngste gericht

Frittierte Aprikosenbällchen mit Orange-Mohn-Eiscreme

Mit diesem wunderbar winterlichen Dessert spielt die  die australische Star-Kochbuchautorin Jane Lawson gekont mit dem Grundthema "Eis & Heiß" – sie kombiniert frittierte Bällchen aus Trockenaprikose und Marzipan mit erfrischendem Orangeneis und einem selbt gemachten Apricot-Brandy-Sirup.  Zum Rezept...



monsterfreunde

 

 

 


 


 


 


 


 


 


 


 


 

 

 


 



Neu hier?

Männer an den Herd!

Herzlich willkommen bei www.kochmonster.de - Deutschlands erstem Kochportal für Männer! Mit allem, was Männer – vom ambitionierten Hobbykoch bis zum kreativen Commis – am Herd brauchen: ausgesuchte und profund geprüfte Profi-Rezepte, kritische Kochbuch-Rezensionen, News und Event-Tipps für Gourmets, (demnächst) unabhängige Tests von Küchengeräten und Produkten.

 

Bereits in Planung sind eine verschworene Community mit Gleichgesinnten auf Augenhöhe, Tipps für Kochkurse, Gourmet-Reisen und Weiterbildungs-Seminare ohne Anfänger-Langeweile, fundierte Warenkunde.

 

Das Kochmonster startet mit Profi-Rezepten, Kochbuchkritiken, News, Shop und schon jetzt einem großen, überall präsenten Kochlexikon mit mehr als 1500 Schlagworten: Wo immer auf Kochmonster Begriffe wie BardierenDeglacieren, oder Parmesan fallen, schwebt per Mouseover das Lexikon herbei. 

 

Als besonderen Service für unsere Kochmonster bieten wir die Möglichkeit, kniffelig zu bekommende Spezial-Zutaten direkt aus den Zutatenlisten der Rezepte heraus bei unseren Shop-Partnern zu bestellen. Um zu den Profi-Rezepten zu gelangen, genügt die einfache Registrierung als Kochmonster-Mitglied, für die Sie nur Namen und eine funktionierende Mailadresse angeben müssen – und mit Ihrer Registrierung dazu beitragen, dass die ambitionierten Kochmonster nicht mit beliebig verwässerter Web-2.0-Beliebigkeit konfrontiert werden.

 

Wiederkommen lohnt sich: Tag für Tag, Woche für Woche wächst das kochmonster – mit noch mehr hochwertigen Rezepten, Buchkritiken, News, Zeichentrickfilmen, Praxis-Wissen und Workshops.

 

Und das Wichtigste: Wir alle sind kochmonster! Machen Sie mit, registrieren Sie sich (mailadresse genügt) und gehören Sie zu den ersten Top-Hobbyköchen, die ihre Rezepte neben den Profis auf kochmonster präsentieren dürfen! In Kürze werden an dieser Stelle die Bewerbungsmodalitäten veröffentlicht. Wollen Sie nicht so lange warten? Dann schicken Sie uns eine kurze mail – wir melden uns bei Ihnen. 

 

Frauen verboten? Natürlich nicht. Klicken Sie doch mal auf das kleine Verbotsschild links oben im Logo...

 

Wie bitte? Sie finden das kochmonster superdoof, total süß, absolut überflüssig, die beste Idee der letzten Zeit, unsäglichen Quatsch mit Sauce? Raus damit: schreiben Sie mir eine mail – ich werde Ihnen persönlich antworten.

 

Mit köstlichen Grüßen, Ihr

 

 

Peter Wagner, Herausgeber



starköche

kochmonster – Deutschlands erstes Kochportal für Männer. Mit aktuell 334 sorgfältig auf Hobbyküchen-Verhältnisse angepasste Highend-Rezepten von internationalen Starköchen wie Dieter Müller, Hans-Stefan Steinheuer, Gordon Ramsay, Jörg Sackmann,  Tim Raue, Harald Rüssel, Christian JürgensDouce Steiner, Christian Rach, Simon Taxacher, Björn Freitag, David Thompson, Johanna MaierKolja Kleeberg, Johannes King, Gunther Ehinger, Thomas KammeierAli Güngörmüs, Roland Trettl, Mario Lohninger, Christian Scharrer, Bernd Siener, Hans Gerlach, Michel Roux, Michael Wollenberg, Karl-Josef Fuchs u.v.m. Diese Rezepte sind unseren registrierten Mitgliedern vorbehalten. Anmeldung mit Name und Mailadresse, es müssen keinerlei weitere Daten angegeben werden, die Mitgliedschaft ist kostenlos, alle Daten werden natürlich vertraulich behandelt und dienen nur zur internen Verwaltung unserer Mitgliedschaften.

 



feinstkost

Tante Emma kehrt zurück!

Endlich: nach Monaten der Vorbereitung, anonymen Testkäufen, Verköstigungen, Verhandlungen und waghalsigen Koch-Versuchen eröffnet nun FEINSTKOST - der Tante-Emma-Laden auf Kochmonster.

 

Worauf wir besonders Stolz sind: Erstens ist Kochmonster – und das behaupten wir, bis uns jemand das Gegenteil zeigt – weltweit das erste Kochportal, über das man Zutaten für die Sternen-Rezepte direkt mit einem Klick aus der Zutatenliste des Rezeptes heraus besorgen kann. Zum Beispiel beim Molekular-Rezept "Caprese 5.0."

 

 

Wenn Sie mein Rezept nachkochen wollen, mit Ihrer Frage nach  “Pflanzliche Gelatine”, “Crutomat” oder gar “ProEspuma Fred nova kuirejo" bei Ihrem Lebensmittelhändler aber nur verständnisloses Stirnrunzeln ernten, können wir Ihnen nun endlich weiterhelfen:  Einfach auf das Einkaufswagensymbol neben der Zutat klicken – und schon wird der entsprechend Shop-Partner von Kochmonser aktiviert. Auch für Köche kleinerer Restaurants interessant, denn sie müssen nicht gleich riesige Mengen ordern, wenn sie einmal das Rezept eines Sternekoch-Kollegens auf Kochmonster für ihr Haus probeweise anbieten wollen.

 

Und zweitens freuen wir uns ganz besonders, nur mit Shop-Partnern zusammenarbeiten zu können, hinter denen ein engagierter Inhaber steht, und bei dem das Kochmonster-Team auch privat gerne einkauft. Eine Übersicht dieser Partner finden Sie im Feinstkost-Laden.

 

www.kochmonster.de ist ein rein journalistisches, unabhängiges Informationsangebot, das selbst natürlich mit keinerlei Waren handelt (siehe "Bestellbedingungen"). Gerade deshalb sind wir froh und auch ein bisschen stolz, dass unsere Kochmonster-Freunde nun sämtliche kniffelige, interessante oder einfach nur sehr schwer zu bekommende Zutaten direkt aus den Zutatenlisten der Rezepte heraus bei unseren Shop-Partnern bestellen können – und das stets in Haushalts-gerechten Mengen, auch bei den Finessen der Profi-Köche.