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Kochmonster

Liebe Hausfrauen!
Das Kochmonster verbeugt sich tief vor der Leistung unserer Mütter, Großmütter und Hausfrauen, die seit Jahrhunderten am heimischen Herd wahre Großtaten zur Sättigung ihrer Familien vollbringen.

 

Wenn wir Euch trotzdem hier nicht so gern dabei haben wollen, liegt das deshalb nicht an Euch selbst.

 

Keiner von uns Kochmonstern könnte sich so ernsthaft, so ambitioniert, so kreativ, so fundiert und so niveauvoll mit der Zubereitung von Speisen beschäftigen, wenn er zugleich einen Haushalt führen, eine Familie organisieren und Tag für Tag etliche hungrige Mäuler stopfen müsste.

 

Wenn Ihr, liebe Hausfrauen, also auf der Suche seid nach einem schnellen Rezept für Käsekuchen oder Würstchenauflauf, nach Anti-Aging-Gemüsen, Zero-Carb-Frigittediäten oder einfach nur die Kalorien von "Sommerliche Blattsalate ohne Putenbruststreifen" nachzählen wollt – ihr werdet das hier nicht finden. Geht bitte zügig weiter und trefft Euch auf den Küchenchefperfektesdinnerlisabackenseiten mit Euren Freundinnen.

 

Was haben Sie gerade gesagt? Sie wollen wirklich den Unterschied lernen zwischen Deglacieren, Degraissieren und Degorgieren? Sie wollen sich allen Ernstes drei Stunden in die Küche stellen, nur um eine kleine Variation von der Wildwassergarnele als Vorspeise für Ihre Freunde auf die Teller zu malen? Sie suchen tatsächlich keinen knatschgelben Plastikkochlöffel mit Quietscheentchenkopf, sondern eine perfekt wärmeleitende Stielsauteuse?

 

Herzlich willkommen, Schwester im Geiste – bitte melden Sie sich an, beim Kochmonster, jetzt gleich, hier rechts oben!

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17.05.2012   Sie befinden sich hier: gourmetreisen / Antalya / 

 
Antalya

Strebt nach internationaler Anerkennung: Chef Erol Kayabas

Türkei ohne Döner

„Für den schlechten Ruf der türkischen Küche sind wir Türken ganz allein selbst verantwortlich“. So spricht Erol Kayabas (32), Chefkoch im Marmara Antalya, das designmäßig bei Philippe Starck geräubert hat und auch kulinarisch nach Höherem strebt. Da in der Türkei Hotelrestaurants ein viel größeres Renommée besitzen als in vielen anderen Ländern, hat Kayabas die perfekte Plattform für sein ehrgeiziges Streben schon gefunden.

 

Wobei... Antalya: Ist das nicht das Sinnbild dieser grausigen Mischung aus Teutonengrill und Russendisko? All inclusive, nackt am Strand, Döner-Straße, echt gefälschte Ed Hardy-Shirts? Auch. Doch um die Ecke liegt eines der best erhaltenen römischen Theater der Antike, das Aspendos, in dessen sagenhafter Kulisse atmosphärische Klassik- und Popkonzerte stattfinden. Und hier versucht eine junge Koch-Generation (wobei jeder „jung“ ist in der Türkei, hat es den Anschein – tatsächlich sind nur 10% der Bevölkerung über 65), mit der Qualität Istanbuls aufzuschließen.

 

Das klappt noch nicht ganz, was allerdings nur daran liegt, dass Auslands-Erfahrungen hier noch Seltenheitswert haben. Selbst Erol Kayabas hat nur eine einzige Woche im Ausland verbracht – in Italien. Diese sieben Tage reichten aus, um seiner Küche einen neuen Stempel aufzudrücken. Seitdem fahndet er nach traditionellen Gerichten, auch aus dem  muselmanischen Tandur-Ofen, nimmt ihnen die Schwere und mixt sapore italiano drunter. Die Hotelgäste, die aus der ganzen Welt und überraschend zahlreich aus dem Fernen Osten kommen, nehmen es ihm dankbar ab.

 

Er mogelt ihnen Gemüseterrinen im Fingerhut-Format unter. Setzt den mit Sumac aromatisierten Wolfsbarsch auf Orzoküchlein, die er mit Spinat, gelber Paprika, Olivenöl und einem Hauch Knoblauch anrichtet. Serviert gegartes, zerkleinertes Hühnerfleisch mit Walnusssauce als Dip. Macht einen auf Retro und definiert Obst wieder als Beilage zu Hauptgerichten, beispielsweise Grapefruit zu seinem italienisch-türkischen Risotto oder Granatapfel zu seinen türkischen Ravioli.

 

Neben ihm arbeiten vier Chefs und 30 Köche daran, bis zu 250 Gäste zu verköstigen. Immerhin  € 10 000 hat er für den wöchentlich wechselnden Speiseplan zur Verfügung. Als Realitätscheck: 1 kg reife Tomaten kosten auf einem normalen Wochenmarkt 50 Cents. Deshalb kann er es sich leisten, nicht auf dem Großmarkt einzukaufen, sondern bei speziellen Lieferanten für Fisch und Meeresfrüchte, Fleisch, Obst und Gemüse. TK-Kost gibt’s gar nicht; schon bei der Frage verdreht er die Augen. Was hält er von türkischen Köchen in Deutschland? Da zieht er einen Flunsch, anders lässt sich das nicht beschreiben. „Nix“. Nix? „Ihnen fehlt die Kreativität und der Wille, türkische Küche nach vorne zu bringen. Sie sind nicht an Qualität interessiert, sondern tun einfach nur das, was man ihnen sagt.“

 

Aus dem gleichen Grund hält er im Gegensatz zu vielen anderen Köchen die syrisch-libanesische Küche für endenwollend. „Zu viel Konzentration auf Tradition. Wir Türken schließen langsam mit dem Rest Europas auf“. Will er denn in die EU? „Natürlich!“ Ist die Türkei gar bereit für das Michelin-System? „Natürlich!“ Wo will er in fünf Jahren sein? „Im Ausland und den Menschen dort die wunderbare türkische Küche nahebringen.“

 

Keine Frage, an Nationalstolz mangelt’s nicht in diesem Land, das schon seinen Kleinsten zweimal in der Woche in der Schule via Fahnenappell beibringt, stolz auf das Türkentum zu sein.

 

Doch es mangelt auch nicht an einer jungen Generation, die ihr Land im Ausland so präsentieren möchten, wie sie es selbst sehen – jung, dynamisch, kreativ und mutig. Dass das Marmara Antalya das einzige Hotel weltweit ist, welches auf einer ehrgeizigen Konstruktion 15 Zentimeter im Wasser steht und sich um sich selbst dreht, passt auf dieses Ansinnen perfekt.

 

Gabriele Gugetzer


  plat du jour
koch der woche

Patrick Spies

Nach seiner Lehre in Fulda kochte Patrick Spies bei Reto Mathis food affairs in St. Moritz, bei Jörg Müller auf Sylt und in der Villa Hammerschmiede in Pfinztal.  2009 erhielt er dort seinen ersten  Michelin-Stern . Seit Anfang 2011 ist er Chef im Restaurant L'étable in Bad Hersfeld und erkochte sich Ende 2011 dort erneut einen Stern. Seine Küchenrichtung beschreibt er als "klassisch französisch mit modernen Akzenten."

 

Kochmonster besuchte Patrick Spies in seiner Küche im L'étable in Bad Hersfeld und produzierte sechs exclusive, nachkochbare Highend-Rezepte mit ihm, die nun nacheinander hier veröffentlicht werden. Ebenfalls exklusiv auf Kochmonster: Zu vielen dieser sehr anspruchsvollen Rezepten gibt es sogar Step-Fotos, mit denen man dem Sternekoch ganz genau auf die Finger sehen kann. Wir beginnen mit der wundervollen Vorspeise "Dorade „Hausfrauen Art“ mit Birkenrauch, Joghurt, Gurke, Apfel und Pumpernickel".



das jüngste gericht

Cannoli di ricotta

Cannoli, kleine Rohre, gehörten früher zur katholischen Fastenküche, wie so manch anderes Schmalzgebackenes. Die Erklärung ist einfach: Fleischlos die Fastenzeit zu überstehen, hieß auch, durch andere Lebensmittel Kraft zu bekommen. Und mit dem in Schmalz Frittiertem wurden viele energiespendende Kalorien verabreicht. Auch das Rezept des Berliner Szene-Italiener Pino Bianco ist nichts für Kalorienphobiker.   Zum Rezept...



monsterfreunde

 

 

 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 

 

 


 



starköche

kochmonster – Deutschlands erstes Kochportal für Männer. Mit aktuell 334 sorgfältig auf Hobbyküchen-Verhältnisse angepasste Highend-Rezepten von internationalen Starköchen wie Dieter Müller, Hans-Stefan Steinheuer, Gordon Ramsay, Jörg Sackmann,  Tim Raue, Harald Rüssel, Christian JürgensDouce Steiner, Christian Rach, Simon Taxacher, Björn Freitag, David Thompson, Johanna MaierKolja Kleeberg, Johannes King, Gunther Ehinger, Thomas KammeierAli Güngörmüs, Roland Trettl, Mario Lohninger, Christian Scharrer, Bernd Siener, Hans Gerlach, Michel Roux, Michael Wollenberg, Karl-Josef Fuchs u.v.m. Diese Rezepte sind unseren registrierten Mitgliedern vorbehalten. Anmeldung mit Name und Mailadresse, es müssen keinerlei weitere Daten angegeben werden, die Mitgliedschaft ist kostenlos, alle Daten werden natürlich vertraulich behandelt und dienen nur zur internen Verwaltung unserer Mitgliedschaften.