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Kochmonster

Liebe Hausfrauen!
Das Kochmonster verbeugt sich tief vor der Leistung unserer Mütter, Großmütter und Hausfrauen, die seit Jahrhunderten am heimischen Herd wahre Großtaten zur Sättigung ihrer Familien vollbringen.

 

Wenn wir Euch trotzdem hier nicht so gern dabei haben wollen, liegt das deshalb nicht an Euch selbst.

 

Keiner von uns Kochmonstern könnte sich so ernsthaft, so ambitioniert, so kreativ, so fundiert und so niveauvoll mit der Zubereitung von Speisen beschäftigen, wenn er zugleich einen Haushalt führen, eine Familie organisieren und Tag für Tag etliche hungrige Mäuler stopfen müsste.

 

Wenn Ihr, liebe Hausfrauen, also auf der Suche seid nach einem schnellen Rezept für Käsekuchen oder Würstchenauflauf, nach Anti-Aging-Gemüsen, Zero-Carb-Frigittediäten oder einfach nur die Kalorien von "Sommerliche Blattsalate ohne Putenbruststreifen" nachzählen wollt – ihr werdet das hier nicht finden. Geht bitte zügig weiter und trefft Euch auf den Küchenchefperfektesdinnerlisabackenseiten mit Euren Freundinnen.

 

Was haben Sie gerade gesagt? Sie wollen wirklich den Unterschied lernen zwischen Deglacieren, Degraissieren und Degorgieren? Sie wollen sich allen Ernstes drei Stunden in die Küche stellen, nur um eine kleine Variation von der Wildwassergarnele als Vorspeise für Ihre Freunde auf die Teller zu malen? Sie suchen tatsächlich keinen knatschgelben Plastikkochlöffel mit Quietscheentchenkopf, sondern eine perfekt wärmeleitende Stielsauteuse?

 

Herzlich willkommen, Schwester im Geiste – bitte melden Sie sich an, beim Kochmonster, jetzt gleich, hier rechts oben!

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17.05.2012   Sie befinden sich hier: gourmetreisen / 11 Sterne am Meer / 

 
Gourmet Lounge Travemünde

Open Air-Schlemmen bis tief in die Sommernacht: Columbia Casino Travemünde

11 Sterne am Meer

Gipfeltreffen der Spitzenköche im Columbia Hotel Casino Travemünde

 

Zweisternekoch Kevin Fehling, Chef de Cuisine im Gourmetrestaurant La Belle Epoque des COLUMBIA Hotel Casino Travemünde, und seine Hoteldirektoren Katrin & Ralf Hosbein hatten zwar schon zum dritten Mal eingeladen zur „Gourmet-Sommer-Lounge“ – aber ein derart hochkarätiges Kochtreiben ist auch für die mit Sternerestaurants recht gut bestückte Ostseeküste einmalig. Trotz kippeligen Wetters konnten über 100 Gäste Ende August die kulinarischen Meisterwerke von Fehling und seinen Freunden auf der Terrasse des Hotels unter freiem Himmel und mit Blick auf die Ostsee ohne störende Regentropfen genießen.

 

Insgesamt arbeiteten 11 Michelin-Sterne an sieben Gängen: Fehling kochte gemeinsam mit Dreisterner Sven Elverfeld (Aqua, The Ritz-Carlton, Wolfsburg), den Zweisterne-Kollegen Wolfgang Becker (Becker’s Restaurant, Trier) und Christoph Rainer (Villa Rothschild, Kempinski Königstein Frankfurt), sowie den Einsterne-Köchen Hans Horberth (La Vision, Hotel im Wasserturm, Köln), Bernd Siener (Bel Etage, Vila Vita Hotel Rosenpark, Marburg) und Sebastian Kobelt (Head Pastry Chef, The Kitchin, Edinburgh) live auf Cooking-Stations vor den Gästen.

 

 

 

 Applaus! Gastgeber Kevin Fehling, Bernd Siener, Wolfgang Becker, Christoph Rainer, Hans Horbert, Sven Elverfeld und Sebastian Kobelt (v.l.)

 

 

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1. Gang – Sven Elverfeld: "Kaisergranat mit warmer Wassermelone, Gurken-Tapioka & Basilikum"

 

 

 

Persönlich angerichtet von Sven Elverfeld, den unabgehobensten Dreisternekoch Deutschlands, der zwar mit dem kühlen Wind an seiner Kochstation zu kämpfen hatte (der Clou dieser genial leichten Komposition sind die warm servierten Melonenquader...), sich dennoch nicht aus der Ruhe bringen ließ:

 

 

Elverfeld signierte im Laufe des Abends eifrig sein brandaktuelles Kochbuch, in dem er auch das Rezept für diesen grandiosen Opener verrät. Eine ausführliche Rezension dieses opulenten und richtungsweisenden Werkes folgt in Kürze in unserem Kochbuch-Ressort.

 

 

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2. Gang – Hans Horberth: "Risi Bisi – Zweimal Reis mit glasierten jungen Erbsen, Hechtklößchen und Schinkenschaum"

 

 

Der Kölner "Wasserturm"-Chefkoch variierte hier gekonnt den cucina povera-Klassiker "risi e bisi" – natürlich mit nicht gerade ärmlichen Zutate. Neben den saftigen Mini-Hechtklößchen sorgte vor allem die Reisvariation für Spannung:  gedämpfter Basmati im Saucengrund, dazu oben drauf Puffreis, den Horberth zunächst in Safranbrühe kochte, im Dehydrator trocknete und bei hoher Temperatur schockfrittierte und so eine crunchy Texturkomponente erzeugte.

 

 

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3. Gang – Christoph Rainer: "Big Eye Tuna roh mariniert mit Ponzu & geliertem Soja, Algen, Kröpök und geeistem Rettich"

 

 

Feinstes Handwerk in Verbindung mit hoher gustatorischer Intelligenz ist die Basis der Fischvorspeise des Königsteiner "Rothschild"-Chefs, der am Ende des Abends  mit Sven Elverfeld auf die gemeinsame Vergangenheit als Jungköche der gleichen Kaserne im Grundwehrdienst anstoßen konnte. Rainer setzte winzige Würfelchen von Sojagelee und Rettich auf den in Ponzu kalt marinierten Thunfisch, dazu grüner Tobiko-Kaviar, Creme und Eis vom Wasabi und ein winzig klein geschnittener frischer mit Koriander abgeschmeckter Tatar. Stücke von Kroepoeck mit Algen statt Krabben sorgten für die knusprige Überraschung.

 

 

 

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4. Gang – Bernd Siener: "Lammrücken mit kaltem Schwarzkümmelyoghurt, geschmorten Auberginen und Raz El Hanout"

 

 

Auch dieses Gericht wurde persönlich vom Chef mit gestrengem Blick angerichtet: Bernd Siener verteilt seine kostbare Lammjus.

 

 

Interessant an diesem Teller: Siener kombiniert klug aktuelle Gartechnik beim Fleisch, Feinstkunst in der Schnitzelarbeit bei der Lamm-Kruste und Sterne-gemäß luftiges Anrichten mit einer Reihe von Geschmackszitaten aus dem Orient: Der Yoghurt ist mit Schwarzkümmel parfümiert, die Aubergine zum schmackigen Püree geschmort, das Ganze noch mit einem fein gemixten arabischen "Gewürz des Hausherrns" abgeschmeckt – so die Übersetzung von "Raz El Hanout".

 

 

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5. Gang – Wolfgang Becker: "Rouget Barbet mit Anisaromen confiert, Pinienkerne und Basilikum"

 

 

Der Trierer Zweisterner setzt den Fisch dorthin zurück, wo er herkommt – in mediterrane Geschmacksgefilde. Die mühsam wie erfolgreich entgräteten Rotbarbenfilets werden geschuppt, in diversen Anisaromen confiert und in eine thematisch ausgeklügelte Umgebung aus gerösteten Pinienkernen, Basilikum-Variationen und Tatar von der roten Paprika eingebettet. Für das größtenteils Gourmet-kundige Publikum keine Überraschung, aber immer wieder gerne gegessen: Becker frittiert die Fisch-Schuppen kurz an und gibt sie als krosses Topping auf den ultrazart-saftigen Fisch.

 

 

 

 

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6. Gang – Kevin Fehling: "Rosa Rehrücken mit Kokos, schwarzem Knoblauch, heißen Kirschen und Reis-Trautmannsdorf"

 

 

 

Dem Gastgeber gebührte die Ehre, den Haupt-Fleischgang zuzubereiten. Kevin Fehling musste nicht tief in die Trickkiste greifen, um eine wunderbare Zusammenkunft aus modernen Zutaten und Gartechniken und klassischer deutscher Wildzubereitungstradition zu kreeieren: Er garte das Reh langsam/schonend und dennoch sekundengenau zartrosa, kombinierte es mit hippen Garnituren wie Kokos oder Mousseline vom fermentierten schwarzen Knoblauch und arrangierte die zu Wildgerichten beliebten süßen Aromen in der Gestalt von glasierten Kirschen und dem im Jahre 1807 zu Ehren des Reichfürstes Franz Ferdinand von und zu Trauttmansdorff-Weinsberg erstmals rezeptierten Früchte-Milchreis.

 

 

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7. Gang – Sebastian Kobelt: "Summer Pudding von schottischen Beeren, Hibiscus Pana Cotta und Ziegenkäse-Eiscreme"

 

 

Sebastian Kobelt war der einzige Koch des Abends ohne Stern – was man dem Dessert jedoch in keinster Weise ansah. Kein Wunder, bekam Kobelt doch 2007 den Titel "German Chocolate Master"  und arbeitet aktuell als Head Pastry Chef im The Kitchin in Edinburgh. Sein Nachtisch lebte von dem Kontrast des schlotzigen Beerenküchleins ("Pudding") mit der aus gerockneten Hibiskusblüten zubereiteten Panna Cotta und der nicht zu rass aber dennoch käsig genug abgeschmeckten Ziegenkäse-Eisnocke.

 

Kein Wunder also, dass die Gäste hochzufrieden über das Sterne-All-Inclusive-Paket (das Dinner kostete nur 165 Euro Pro Person inklusive Champagner, Wein, Wasser, Kaffee und Digestif) den Abend noch lange unter dem riesigen Zelt der echten Sterne ausklingen ließen.

 

Peter Wagner/Kochmonster


  plat du jour
koch der woche

Patrick Spies

Nach seiner Lehre in Fulda kochte Patrick Spies bei Reto Mathis food affairs in St. Moritz, bei Jörg Müller auf Sylt und in der Villa Hammerschmiede in Pfinztal.  2009 erhielt er dort seinen ersten  Michelin-Stern . Seit Anfang 2011 ist er Chef im Restaurant L'étable in Bad Hersfeld und erkochte sich Ende 2011 dort erneut einen Stern. Seine Küchenrichtung beschreibt er als "klassisch französisch mit modernen Akzenten."

 

Kochmonster besuchte Patrick Spies in seiner Küche im L'étable in Bad Hersfeld und produzierte sechs exclusive, nachkochbare Highend-Rezepte mit ihm, die nun nacheinander hier veröffentlicht werden. Ebenfalls exklusiv auf Kochmonster: Zu vielen dieser sehr anspruchsvollen Rezepten gibt es sogar Step-Fotos, mit denen man dem Sternekoch ganz genau auf die Finger sehen kann. Wir beginnen mit der wundervollen Vorspeise "Dorade „Hausfrauen Art“ mit Birkenrauch, Joghurt, Gurke, Apfel und Pumpernickel".



das jüngste gericht

Cannoli di ricotta

Cannoli, kleine Rohre, gehörten früher zur katholischen Fastenküche, wie so manch anderes Schmalzgebackenes. Die Erklärung ist einfach: Fleischlos die Fastenzeit zu überstehen, hieß auch, durch andere Lebensmittel Kraft zu bekommen. Und mit dem in Schmalz Frittiertem wurden viele energiespendende Kalorien verabreicht. Auch das Rezept des Berliner Szene-Italiener Pino Bianco ist nichts für Kalorienphobiker.   Zum Rezept...



monsterfreunde

 

 

 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 

 

 


 



starköche

kochmonster – Deutschlands erstes Kochportal für Männer. Mit aktuell 334 sorgfältig auf Hobbyküchen-Verhältnisse angepasste Highend-Rezepten von internationalen Starköchen wie Dieter Müller, Hans-Stefan Steinheuer, Gordon Ramsay, Jörg Sackmann,  Tim Raue, Harald Rüssel, Christian JürgensDouce Steiner, Christian Rach, Simon Taxacher, Björn Freitag, David Thompson, Johanna MaierKolja Kleeberg, Johannes King, Gunther Ehinger, Thomas KammeierAli Güngörmüs, Roland Trettl, Mario Lohninger, Christian Scharrer, Bernd Siener, Hans Gerlach, Michel Roux, Michael Wollenberg, Karl-Josef Fuchs u.v.m. Diese Rezepte sind unseren registrierten Mitgliedern vorbehalten. Anmeldung mit Name und Mailadresse, es müssen keinerlei weitere Daten angegeben werden, die Mitgliedschaft ist kostenlos, alle Daten werden natürlich vertraulich behandelt und dienen nur zur internen Verwaltung unserer Mitgliedschaften.